Warum werden wir Talententwickler? (Teil 1)

(Foto: © Sebastian Wiertz) Das Wort „Wir“ impliziert, dass diese Frage durch mehr als eine Person beantwortet werden sollte. Wir haben einige sehr starke Unternehmensvisionen gelesen und selbst erlebt, leider aber auch viele sehr schwache. Manche haben uns begeistert, manche strahlten für uns gähnende Langeweile aus. Jedoch haben sie alle eines gemeinsam.

Sie tun so, als ob es nur die eine Wahrheit gibt. Als ob alle im Kern der Organisation das gleiche denken (sollen).

Wir (Elisa und Chris) haben uns sehr intensiv miteinander beschäftigt. Wir haben uns beschnuppert, haben gemeinsam erste Aktionen gestartet. Haben über unsere Werdegänge und Lebensansichten philosophiert. Über die Dinge, die wir als Social Entrepreneurs bewegen wollen. Ja klar, es gibt große Schnittmengen in unseren Werten und Haltungen, in unseren Wünschen, Hoffnungen und Bedürfnissen. Aber wir sind zwei Individuen. Da gibt es schon Unterschiede. Und wenn man sich die Entwicklung von Talenten, die Entfaltung von Potentialen nicht nur auf die Fahne schreibt, sondern sie durch den Namen der Organisation sogar laut in die Welt hinaus schreit, dann sollte man im gegenseitigen Miteinander dieses Credo doch auch leben.

Für uns ist es also total logisch, dass es neben der gemeinsamen Schnittmenge, auch ganz individuelle Antworten auf die Frage des „Warum?“ gibt. Lest daher heute das erste der zwei unterschiedlichen Statements…


Chris: Warum ich Talententwickler werde

Für mich waren die letzten drei Jahre ein großer Lebensumbruch. Nach meinem persönlichen und beruflichen „Krisenjahr 2013“ lag mein Leben gefühlt in Scherben. Mithilfe einer längeren Selbstfindungs- und Selbsterfahrungsphase habe ich diese Situation aber zu schätzen gelernt. Denn plötzlich konnte ich mein Leben neu designen. Am Anfang fühlte es sich noch so an, als ob ich mich das erste Mal an ein 1000-Teile-Puzzle wage. Irgendwann ist daraus dann aber die pure Lust am Neugestalten geworden. Dazu gehörte auch, dass ich meine berufliche Situation sehr stark hinterfragt habe.

Via Intrapreneurship habe ich zunächst versucht mir meinen Traumjob innerhalb der Organisation meines alten Arbeitgebers zu basteln. Denn ich musste feststellen: Keine Stellenausschreibung dieser Welt könnte mich glücklich machen. Mein alter Job, ist nicht jeder meiner (sehr unterschiedlichen) Facetten gleichzeitig gerecht geworden.

Also war die nächstlogische Konsequenz:

Ich muss mir meinen Traumjob da draußen in der Welt selbst basteln.

 

Monatelang habe ich über unterschiedliche sinnstiftende Aspekte meiner bisherigen beruflichen Tätigkeiten nachgedacht, aber auch geschaut was mich zusätzlich privat sehr erfüllt. Zwei Aspekte sind mir dabei immer wieder begegnet:

Ich liebe es zu lernen.

Wenn ich mich längere Zeit nicht mit etwas Neuem beschäftigen kann, dann werde ich müde, träge und lustlos. Ich bin eine Leseratte, ich liebe Workshops, lasse mich gerne coachen. Lernen, studieren, experimentieren, anwenden, in die Praxis bringen. Dabei blühe ich auf.

Andersherum liebe ich es aber auch anderen Menschen zu helfen, sie zu begleiten während sie ihre eigenen Ziele erreichen, zu sehen wie sie wachsen, manchmal vielleicht sogar über sich hinaus wachsen. Ein Spruch fasst es so schön zusammen, ich las diesen neulich bei Facebook [böse social media, böse!]:

Call me crazy, but i love to see people happy and succeeding!

 

Eines Abends: Ich saß mal wieder aufgeregt im Bett und habe meine verrückten Social Entrepreneurship-Pläne mit meiner Freundin geteilt [Sorry mein Herz, du musstest dir wirklich jede verrückte Idee anhören spätestens 5 Sekunden, nachdem sie in meinem Hirn produziert wurde]. Und dann fiel mir diese Verbindung auf. Und ein Begriff tauchte in meinem Kopf auf: „Talentenwickler, ja klar! Ich werde Talententwickler!“

Meine Talente entwickeln, deine Talente entwickeln. Ich helfe dir, du hilfst mir. Eine wechselseitige Beziehung. So kam der Name zu Stande und ganz viel von diesem Grundgedanken prägt alles, was sich darauf aufbauend entwickelt hat.

Gleichzeitig ist der Begriff aber so variabel, dass sich darunter auch sehr viele unterschiedliche Projekte und Tätigkeiten verbergen können. Passt doch super, zu meinen vielfältigen Interessen und meinem sprunghaften Geist, oder?

Darauf aufbauend haben sich in den letzten Monaten weitere Aspekte ergeben, die ebenfalls einen Beitrag zu der Frage „Warum?“ leisten können. Um nicht den Rahmen zu sprengen fasse ich euch diese einfach mithilfe einiger Stichworte zusammen. Denn den springenden Punkt habt ihr jetzt schon verstanden. Der Rest sind nur Abzweigungen, des eigentlichen Stammes:

  • Eigener Chef sein
  • Meinen Zweck der Existenz ergründen
  • Die Welt verstehen
  • Abenteurer werden, Abenteuer gemeinsam erleben
  • Inneres Wachstum
  • Lernen & Gestalten
  • Kreativ & innovativ tätig sein
  • Eine andere Art zu Wirtschaften ersinnen und erproben
  • Den inneren Kompass finden und ihn zu nutzen lernen
  • Anderen helfen den inneren Kompass zu finden
  • Potentialentfaltung für mich und Andere
  • Menschen berühren
  • Spaß, Freude, Gesundheit
  • Alternative Karriere-Modelle entwerfen
  • Work-Life-Romance
  • Die Zukunft der Arbeit schon heute leben

Lest bald weiter, wenn Elisa im zweiten Teil einen etwas anderen Einblick in ihr „Warum?“ gewährt…

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